Samstag, 3. März 2012

Tja, das Leben ist halt kein Spielfilm auf ProSieben !

"Sie waren wie Bonnie und Kleid, nur zu zwei waren sie komplett. Teilten Leid und Freude wie Eheleute ihr Bett. Passten perfekt zueinander, vertrauten sich blind. Bauten sich in dem Jahr ein kleines Luftschloss auf für ihr Kind. Dass sie bestimmt einmal kriegten, wenn sie sich noch besser kennen. Sie waren nicht zu trennen wie Herz und Verstand, Barbie und Ken. Wollten immer beieinander bleiben. Allen Wellen trotzden, wie Pfähle im Meer, wie's halt so ist, wenn junge Herzen klopfen.
Doch dann kam alles anders. Sie lieferte den Anlass. Die ging zu ihm in ihrer Hand einen Atlas. Sie schlug eine Seite auf, zeigte darauf und sagte langsam dann :"Schatz, es tut mir Leid, alles vorbei, ich zieh nach Amsterdam."
Er konnte nichts sagen. Denn zu viele Fragen nehmen ihm den Atem wie ein Schlag in den Magen. Er gönnt ihr das Glück, doch es gibt kein zurück. In seinem Herz fehlt jetzt Stück, grad weil er weiß, dass es keine Hoffnung mehr gibt.

Menschen kommen und gehen, Menschen sind wie Lieder. Die einen bleiben "Evergreens" die anderen kommen nie wieder. Ob schlechte Kopie oder Instrumental ist egal, denn gute gemacht ist längst nicht Original.

Sie waren ein Dreamteam. So wie Doug und Kerry, Chuck und Larry. Einfach unzertrennlich wie Tom Sawyer und Hackleberry. Krippe und Kindergarten, seit den frühsten Kindertagen wuchsen sie zusammen auf, wie Pflanzen in 'nem Wintergarten. Sie waren nicht zu schlagen, sie waren einfach nicht zu toppen. Und teilten alles, von Klamotten hin zu Windpocken. Halfen sich gegenseitig bei Problemen und Schulaufgaben. Doch mit der 7. Klasse trennten sich die Schullaufbahnen. Auf andere Leute folgten andere Interessen. Und so wurden wahre Freunde ganz ganz langsam vergessen. Denn erst trennt einen Schulweg, später dann trennen einen Welten. Und aus immer wird häufig. Und aus Häufig wird selten. Und aus selten wird nie. Was hat sie nur so weit getrieben? Tja, das Leben ist halt kein Spielfilm auf ProSieben. Mal wachst du auf und alles sieht anders aus. Und du beginnst daran zu zweifeln wie an Santa Claus.

Menschen kommen und gehen, Menschen sind wie Lieder. Die einen bleiben "Evergreens" und andere kommen nie wieder. Ob schlechte Kopie oder instrumental ist egal, denn gut gemacht ist längst nicht Original.

Sie war seine erste große Liebe. Dieses Lächeln und die Sommersprossen. Sie haben sich jeden Tag gesehen und das vollkommen genossen. Hatten sich viel versprochen planten den Traualtar. Weil dieses Paar für dieses Alter einfach traumhaft war. Doch wie gesagt, sie waren jung und längst noch nicht so weit. Ihm fehlte die Erfahrung, Ihr fehlte die Sicherheit. Sie waren noch nicht so weit 'n weiten Weg zu zweit zu gehen. Und so kam mit der Zeit dann auch der erste Streit und Tränen. Seitdem gehen sie getrennte Wege. Tja, so spielt das Leben eben, es kann nie nur Sonne oder Regen geben. Vier Jahre später stand er mal vor ihrem Haus. Wollt sie wieder sehen. Holte 'n Zettel und 'n Stift raus. Schrieb seine Nummer auf, warf sie in ihren Briefkasten. "Hey wie gehts, ich wollt dir nur mal meine Nummer hierlassen." Sie hat sich nie gemeldet doch er hat sie nicht verflucht. Denn er konnte zu sich sagen -wenigstens hab ichs versucht-.

Menschen kommen und gehen, Menschen sind wie Lieder. Die einen bleiben "Evergreens" und andere kommen die wieder. Ob schlechte Kopie oder Instrumental ist egal. Denn gut gemacht ist längst nicht Original."

                                                                                            Mc F.A.G

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